Werkbank

Gedankenfänger evernote

Was habe ich nicht alles ausprobiert, um all die Ideen und Gedanken, die einem jederzeit zu den unmöglichsten Gelegenheiten urplötzlich anspringen, festzuhalten. Ich habe mir Mails geschrieben, ein unsichtbares Blog eingerichtet, Notizen auf einen Stick gespeichert oder ganz bodenständig Zettel beschriftet. Ganz klar, dass man dabei schnell den Überblick verliert und viel Zeit braucht, all die Kleinigkeiten später zu organisieren. Lange genügte es mir, mich irgendwie zu behelfen. Als jedoch das Notizbuch bei Google nicht mehr richtig funktionierte, begann ich, mich nach einer neuen Lösung umzusehen.

Gefunden habe ich einen vermeintlichen Alleskönner, den ich seit einigen Monaten nutze und den ich rundum empfehlen kann: evernote. Nachdem ich meine Notizen importiert und meinen Zettelkasten übertragen habe, bin ich wirklich begeistert, wie leicht sich mein Fundus von Textschnipseln verwalten lässt. Mit separaten Notizbüchern und Schlagworten liegt alles Griffbereit und ist online und auch lokal jederzeit verfügbar. Die Software synchronisert das Ganze, so dass selbst dann kein Grund zur Sorge besteht, wenn zum Beispiel mein alter einmal Laptop irreparabel den Dienst quittieren sollte. Es gibt ja immer noch ein Online-Backup.

Besonders praktisch finde ich, dass ich meine Zweizeiler jetzt per E-Mail direkt an evernote senden kann. Auch Bookmarks und Web-Auszüge bei Recherchen sind ruckzuck abgelegt. Inzwischen arbeite ich mit gut sortierten Archiven, die bei evernote Notizbücher heißen, und habe meine Projekte im Blick. Besonders praktisch ist das Ganze zum Beispiel für mein eBook-Sonar. Seitdem ich eingehende Anfragen von Autoren und zur Vorstellung im Blog geplante eBooks einfach per Mail in eine Warteschlange einreihe, läuft die Pflege des Blogs viel effizienter und keine Mail wird mehr übersehen. Darüber hinaus habe ich bei evernote ein Template für Blogbeiträge, das wie ein Baukasten funktioniert. Einfach die Inhalte in das Raster einfügen, das ganze Paket in den Blog kopieren und veröffentlichen. Das alles lief in den Anfangszeiten viel, viel mühseliger und immer wieder schlichen sich Formatierungsfehler ein.

Wer auch Gedanken und Notizen bequem sammeln will, sollte es einmal installieren und ausprobieren – es ist kostenlos: www.evernote.com.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Powered by: Wordpress